architekturfabrik ziemke - Bangebäude
architekturfabrik ziemke - Bangebäude

Bankgebäude | Gera, DE | 1997

Die Tollerstrasse 14 war ein den zehngeschossiges Gebäude, dass in sogenannter Plattenbauweise errichtet wurde und über 200 Einzelappartements von weniger als 30m² Nutzfläche enthielt. Das Gebäude wurde auf Grund seiner dunklen, fast schwarzen Farbe von den Geraern etwas lieblos als Kohlenkasten bezeichnet. Die Sparkasse Gera-Greiz erwarb dieses Gebäude und beabsichtigte, die Geschäftsräume des Landesamtes für Öffentliche Vermögensfragen des freistaates Thüringen darin zu errichten. Das Bankgebäude formte durch seine unmotivierte Position entlang der geschlossenen Straßenrandbebauung von Toller-Straße und Bahnhofstraße einen schmerzhaften Bruch in das städtebauliche Ensemble. Durch seine Höhe von zehn Geschossen, die keinen Bezug zur benachbarten viergeschossigen Bebauung nahm, wurde dieser Defekt noch verstärkt.

Umgestaltung zum Bankgebäude

Wir formten die ca. 60m x 30m große Fassade zu einer gleichmäßig gerasterten und reflektierenden Fläche um, in der sich die benachbarte Bebauung spiegelt. So wurde die eigentliche Dimension der unmaßstäblichen Fassadenfläche aufgelöst. Vor die Fassade wurde in leichtem Abstand ein sechsgeschossiges Turmgebäude gestellt,dass die Gebäudeflucht der beiden flankierenden Straßen aufnimmt. Beim Vorbeifahren scheint es so, als ob der Turm sich leicht vor der großen Fassade bewegt. Gleichzeitig entstand an der Kreuzung von Tollerstraße und Bahnhofstraße ein prägnantes und dem Ort angemessenes Bankgebäude, das aus Anlass seiner Eröffnung nicht ohne Stolz als Tor zur Innenstadt bezeichnet wurde. An der Süd-West orientierten Glasfassade des „Glaskastens“ ist eine Photovoltaikfläche von ca. 250m² integriert.

Daten

Gera, Deutschland
1997
Auftraggeber Sparkasse Gera-Greiz
Leistungsphase xxx
Nutzfläche -
Baukosten 5.500.000 €